Als größtes Organ des Körpers übernimmt die Haut eine Vielzahl lebenswichtiger Funktionen. Sie bietet Schutz vor Umwelteinflüssen und ist an der Regulierung von Körpertemperatur und Flüssigkeitshaushalt sowie an den Stoffwechselprozessen beteiligt. Die Gesunderhaltung der Haut wird unter anderem auch wesentlich von der Ernährung beeinflusst. Probleme mit dem Erscheinungsbild der Haut gehen daher auch vielfach auf schädigende Einflüsse durch einen ungesunden Ernährungsstil oder fehlende Nährstoffe zurück.

Haut und körperliche Prozesse

Das Erscheinungsbild der Haut lässt vielfältige Prozesse des Körpers erkennen, angefangen von bestehenden Krankheiten, über den aktuellen Lebensstil bis hin zur Qualität des Ernährungszustands. Viele Vorgänge im Körper nehmen somit auf die Haut Einfluss. So kennen Menschen mit einer Erkrankung der Nieren oder bei Vorliegen von Diabetes mellitus eine Zunahme an Hautentzündungen, die mit bestehenden Gefäßveränderungen in Zusammenhang stehen. Auch umfangreiche Sonnenbäder, ein hohes Maß an Alkoholgenuss oder auch starkes Rauchen machen sich mit den Jahren an der Haut bemerkbar.

Dabei ist aber auch die Ernährung einer der größten Faktoren, die sich auf das Erscheinungsbild der Haut auswirken. Wenn die Nährstoffe, die von der Haut benötigt werden, nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen, kann das sowohl den Alterungsprozess der Haut als auch die grundsätzliche Versorgung und Gesunderhaltung deutlich beeinträchtigen. Sehr entscheidend bei der Auswahl der Nahrungsmittel ist deren Beschaffenheit, Herkunft und Mikronährstoffgehalt. Die Produkte sollten so unverarbeitet wie möglich sein. Industriell hergestelltes Essen enthält meist zahlreiche Zusatzstoffe, die ihrerseits Auswirkungen auf die Haut in Form von Allergien oder Unverträglichkeiten haben können.

Die Bedeutung der Nährstoffe

Die als Epidermis bezeichnete äußere Schicht der Haut erneuert sich vollständig im Verlauf von etwa vier Wochen. Sie benötigt dazu zahlreiche Substanzen, die dafür sorgen, dass der Prozess gut funktionieren kann. Diese sind für die Gesundhaltung der Haut wesentlich und müssen in ausreichendem und ausgewogenem Maß vorhanden sein.

Die Substanzen sind einerseits Makronährstoffe (wie Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette) und andererseits Mikronährstoffe (wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente). Sie sorgen für Energie, werden permanent verbraucht und müssen entsprechend dem Körper kontinuierlich zugeführt werden. Die Nährstoffe werden in erster Linie über die tägliche Nahrung aufgenommen, sofern diese ausgewogen ist. Wenn die Ernährung nicht genügend Mikronährstoffe aufweist oder der individuelle Bedarf durch Krankheit, Stress, Sport, Medikamente oder Ausnahmesituationen erhöht ist, besteht auch die Möglichkeit, unterstützend beziehungsweise ergänzend orthomolekulare Mikronährstoffprodukte gezielt einzunehmen.

Die Rolle der Kohlenhydrate

Die Kohlenhydrate übernehmen zusammen mit den Molekülen aus Fetten und Eiweißen die Aufgabe für die Festigkeit des Bindegewebes und eine straffe Hautoberfläche zu sorgen. Allerdings sind nicht alle Arten von Kohlenhydraten gleichermaßen gut geeignet. Die Aufnahme von schnell verdaulichen kurzkettigen Kohlenhydraten sorgt für einen sehr schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels. Daraufhin erfolgen eine Insulinausschüttung und eine Aufnahme von Zucker in die Körperzellen. Bei einer zu hohen und zu schnellen Ausschüttung entstehen übergroße Talgdrüsen und entzündliche Prozesse der Haut. Auch die Hautalterung wird beschleunigt. Um dies zu vermeiden sollte auf bestimmte Kohlenhydrate verzichtet werden, die diesen schnellen Blutzuckeranstieg verursachen, vor allem auf Zucker, Weißmehlprodukte, weißen Reis oder auch Nudeln. Bessere Alternativen sind komplexe Kohlenhydrate, die einen deutlich langsameren Blutzuckeranstieg verursachen. Hierzu zählen unter anderem Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte sowie Gemüse und reifes Obst.

Wer bereits unter einer Problemhaut leidet, ist mit einem Verzicht auf kurzkettige Kohlenhydrate gut beraten, um eine Verbesserung des Hautbildes zu unterstützen und insbesondere entzündliche Prozesse der Haut einzudämmen.

Eiweiß für ein gesundes Hautbild

Problemhaut zeigt sich vielfach an fehlender Festigkeit und Spannkraft. Hierbei spielen die essentiellen Aminosäuren eine entscheidende Rolle, die über die Nahrung aufgenommen werden können. Sie werden für die Regeneration des Gewebes ebenso benötigt wie für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt. Aminosäuren sind Bestandteile von Proteinen (Eiweißen) und gehören zu einer ausgeglichenen und gesunden Ernährung.

Milchprodukte sind hier ebenso geeignet wie Fisch und Fleisch. Eine wahre und auf natürlicher Basis bestehende Eiweißquelle bietet Hanfprotein und ist besonders für Veganer eine Alternative.

Die Relevanz hochwertiger Fettsäuren

Eine ausreichende Aufnahme gesunder Fette ist essenziell für den Zellstoffwechsel, der zentraler Bestandteil einer gesunden Haut ist. Wer eine Tendenz zu übermäßig unreiner beziehungsweise fettiger oder auch zu besonders trockener Haut hat, benötigt ein spezielles Augenmerk auf eine ausgewogene Balance an ungesättigten Fettsäuren. Hierzu zählen die Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren, die das Immunsystem stärken und die Haut vor entzündlichen Prozessen schützen. Dies lässt sich über entsprechende Öle in der täglichen Ernährung bewerkstelligen oder auch bei Bedarf ergänzend durch Leinöl- oder Fischölkapseln.

Hochwertige Öle sind als Bestandteil der Nahrungsmittel für eine gesunde Ernährung unverzichtbar. Hierbei sollte auf kalt gepresste und native Produkte geachtet werden. Gut geeignet sind beispielsweise Olivenöl, Leinöl, Rapsöl, Weizenkeimöl, Schwarzkümmelöl, Nachtkerzenöl und auch Hanfsamenöl. Die Öle lassen sich sowohl im Salat verarbeiten als auch in eine Soße einrühren oder über Kartoffeln, Fisch, Fleisch sowie Gemüse und in den Quark geben. Bei Hautreaktionen, Psoriasis oder zur innerlichen Pflege von Neurodermitis ist vor allem die alpha- und gamma-Linolensäure bedeutend.

Essentielle Mikronährstoffe – Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente

Mikronährstoffe sind an zahlreichen Stoffwechselvorgängen und als Co-Faktoren/Enzyme am Aufbau von Körperstrukturen beteiligt. Sie sind für die Wachstumsförderung ebenso zuständig wie für den Schutz vor freien Radikalen, die Zellstrukturen schädigen können. Ohne Vitamine und Mineralstoffe unterläge die Haut einer permanenten Gefährdung, wäre den Umweltschadstoffen ausgesetzt, könnte sich nicht erneuern und wäre stark anfällig für Hautkrankheiten.

Eine ausreichende Aufnahme von Vitamin A und Zink unterstützt die Erneuerung der Hautzellen. Beta-Carotin dient dem Schutz vor Sonnenlicht. Vitamin C übernimmt die Aufgabe der Kräftigung von Bindegewebe und hat eine regulierende Funktion beim Feuchtigkeitsgehalt und Wachstum der Haut. Vitamin E agiert zusammen mit Vitamin C und Kieselsäure bindegewebsstärkend, und die verschiedenen B-Vitamine sind am Zellaufbau, an der Ausgeglichenheit des Hautfettgehalts, der Epithelisierung und an den Abwehrkräften der Haut beteiligt.

Bei der Regulierung des Wasserhaushaltes und der Gesunderhaltung des Hautgewebes sind Natrium, Kalium sowie Chlorid aktiv. Zink, Vitamin D3 und Eisen sind für die Wundheilung relevant und können gemeinsam mit Omega-3 Fettsäuren und gamma-Linolensäure gegen Entzündungen eingesetzt werden.

Orthomolekulare Ansätze bei Hautproblemen - Nutrikosmetik

Wenn sich bereits über längere Zeiträume hinweg immer wieder Hautprobleme bemerkbar machen, können Mikronährstoffe gezielt zugeführt werden. Dies können unter anderem Vitamin D3, Selen, Zink, Vitamin E oder auch Omega-3-Fettsäuren sein. Hier setzt die sogenannte orthomolekulare (griechisch: orthos = richtig, lateinisch: molecula = Masse) Therapie an. Sie zählt zu den komplementärmedizinischen Verfahren und hat das Ziel, eventuelle Mangelerscheinungen des Körpers durch die Hinzunahme von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen zu beseitigen und Krankheiten gezielt mit körperbekannten Stoffen schonend zu behandeln.

Wasser als zentraler Ernährungsbestandteil

Eine ausreichende Aufnahme von Wasser ist ebenfalls wesentlich für die Stoffwechselprozesse. Zu wenig Flüssigkeit macht sich äußerlich an einer trockenen Haut bemerkbar und gleichermaßen an fehlender Straffheit. Wasser gilt als Grundbaustein für den Gesunderhalt der Zellen. Je nach Körpergröße, individuellem Gewicht, Umgebungstemperatur und körperlicher Belastung ist eine tägliche Flüssigkeitsmenge von durchschnittlich 1,5-2 Litern sinnvoll. Am besten geeignet ist dabei Wasser, wobei vor allem Mineralwasser zusätzlich für Elektrolyte sorgt, die dem Körper und dem Erscheinungsbild der Haut zugutekommen. Eine größere Menge gilt vor allem bei stärkeren körperlichen Aktivitäten und vermehrtem Schwitzen, die einen entsprechenden ausgleichenden Bedarf zur Folge habe.

Hanf als wahres Superfood für die Haut

Die Bestandteile von Hanf können sich sehen und schmecken lassen, insbesondere was die Ernährung in Zusammenhang mit der Haut betrifft:

  • Ungesättigte, essentielle Fettsäuren (alpha-Linolen- und gamma-Linolensäure)
  • Essentielle Aminosäuren als perfekte Eiweißquelle
  • Ballaststoffe
  • B-Vitamine (wie B1, B2 und B3)
  • Vitamin E, Kalzium, Magnesium, Kalium und Eisen

Beispiele für Hautprobleme

Eine Beeinträchtigung der Haut kann sich auf sehr unterschiedliche Weise äußern (und sind natürlich nicht immer allein auf die Ernährung zurückzuführen). Viele Probleme sind kurzfristig und verschwinden schnell wieder, manche halten sich über lange Zeiträume, wieder andere verlaufen chronisch.

Die häufigsten Hauterkrankungen

  • Akne
  • Neurodermitis
  • Schuppenflechte
  • Allergien
  • Ekzeme
  • Psoriasis
  • Hautpilze
  • Rosazea
  • Herpes-simplex

Alle Hautkrankheiten zeichnen sich durch unterschiedlich stark ausgeprägte Symptome aus, die von harmlosen roten Pusteln bis hin zu stark entzündeten, nässenden Herden reichen. Viele Haut-Phänomene sind unangenehm, aber ungefährlich, andere können sich unbehandelt zu einem langfristigen und ernsten Problem ausweiten.

Eine ausgewogene Ernährung und ein gesunder Lebensstil können grundsätzlich und auch begleitend umgesetzt werden, um die Haut zu unterstützen und in einem möglichst guten und gesunden Zustand zu halten.

Verbesserung des Hautbildes – Auf die richtige Pflege setzen

Neben der Ernährung sind auch die Pflege der Haut und ein gesunder Lebensstil wichtig für das Hautbild. Viele Menschen sind mit ständigen Hautreizungen konfrontiert und dabei unsicher, was sie selbst in ihrem Alltag verbessern können. Bei den Pflegeprodukten ist es wichtig, die richtigen Produkte für die eigenen Bedürfnisse zu finden und diese auch optimal anzuwenden. Konventionelle Kosmetik kann unserer Haut meist mehr schaden als guttun. Die optimale Pflege sollte auf jeden Fall keine synthetischen Duft- und Farbstoffe, keine Silikone, keine Paraffine, kein PEG und keine Parabene enthalten.

Fazit Haut und Ernährung

Eine Zusammensetzung der Nahrungsmittel mit allen wichtigen empfohlenen Bausteinen ist der zentrale Indikator für eine nachhaltige Verbesserung eines belasteten Hautbildes. Die gezielte Zufuhr von Mikronährstoffen kann Mangelsymptome und Hauterkrankungen natürlich beseitigen. Ausreichend Schlaf und Erholung gehören ebenfalls dazu. Wer immer unter Stress und Anspannung steht, wird dies langfristig auch an einer meist fahlen und eingefallen wirkenden Haut erkennen. Selbstfürsorge ist hier ein wichtiges Stichwort. Die Haut ist ein sichtbares Abbild des Menschen, der in ihr steckt, sei es durch die Ernährung, den Lebensstil, die Hautpflege oder auch ausreichend Bewegung und Outdoor-Aktivitäten zur Unterstützung eines gesunden Kreislaufs. Nicht umsonst heißt es: „die Haut – Spiegel der Gesundheit“.

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