Die Nasenschleimhaut schützt den Körper vor Viren und Bakterien. Bei einer trockenen Nase ist dieser Schutz-Mechanismus gestört. Natürliche Hilfsmittel tragen dazu bei, die gereizte Nase zu befeuchten und zu reinigen – damit Sie wieder unbeschwert durchatmen können.

Die Nase als Schutzschild vor Fremdstoffen

Schwellungen, Brennen in der Nase, das Gefühl ständig niesen zu müssen – kommt Ihnen das bekannt vor? Damit sind Sie nicht allein: Im Laufe des Lebens ist jeder hin und wieder von einer trockenen Nase betroffen. Eine trockene Nasenschleimhaut ist nicht nur lästig, sie macht den Körper auch anfälliger für Infekte: Die Nasenschleimhaut dient nämlich als Schutzschild des Körpers. Sie filtert die Atemluft und trägt dazu bei, dass unterschiedliche Krankheitserreger und Schadstoffe nicht in den Körper eindringen können.

Was ist eine trockene Nasenschleimhaut?

Eine trockene Nasenschleimhaut, in der Medizin auch Rhinitis sicca bezeichnet, ist eine unangenehme und weitverbreitete Erscheinung, bei welcher die Nasenschleimhaut ausgetrocknet ist [1]. Im Normalfall befeuchtet und erwärmt diese die eingeatmete Luft und sorgt dafür, dass Viren und Bakterien haften bleiben und wieder ausgeschieden werden. Bei einer trockenen Nase kann die Atemluft nicht mehr ausreichend gefiltert werden.

Erste Anzeichen erkennen - Folgeschäden vermeiden

Verkrustungen in der Nasenhöhle, das Fühlen des Luftstroms beim Einatmen und das Gefühl einer verstopften Nase sind mögliche Anzeichen einer trockenen Nasenschleimhaut – ist das der Fall, sollte man bereits erste Maßnahmen ergreifen. Unternimmt man nichts dagegen kann sich das Schleimhautgewebe immer weiter zurückbilden – mit negativen Auswirkungen auf Schleimdrüsen und Flimmerhärchen [2].

Ist eine trockene Nasenschleimhaut gefährlich?

Grundsätzlich ist eine trockene Nasenschleimhaut nervig, aber harmlos. Dennoch: Durch die Zurückbildung von Schleimhaut, Schleimdrüsen und Flimmerhärchen ist die Abwehrfunktion der Nase eingeschränkt. Nicht nur Krankheitserreger können sich leichter ansiedeln: Entzündungen und Geschwüre in der Nase sowie Riechstörungen und Kopfschmerzen können die Folge sein [2].

Warum ist meine Nase trocken?

  • Trockene Raumluft im Winter
  • Klimatisierte Räume im Sommer
  • Staub
  • Erkältungen
  • Der zu lange Gebrauch abschwellender Nasentropfen

Die Ursachen für eine trockene Nasenschleimhaut sind vielfältig. Intuitiv greifen die meisten bei ersten Beschwerden zu herkömmlichen Nasensprays, aber: Abschwellende Nasentropfen können die Beschwerden verstärken. Gerade in den letzten Jahren geraten diese immer wieder in Diskurs. Denn Nasentropfen sollen „süchtig“ machen – indem sich die Nasenschleimhaut schnell an die abschwellenden Effekte des Sprays gewöhnt [2].

Teufelskreislauf Nasenspray

Die im Nasenspray enthaltenen Inhaltsstoffe verengen die Blutgefäße der Nasenschleimhaut. Die verstopfte Nase wird innerhalb weniger Minuten wieder frei. Lässt die Wirkung nach, erweitern sich die Blutgefäße wieder: Die Nasenschleimhaut schwillt an und die Nase ist wieder verstopft [2]. Die Auslöser werden jedoch nicht behoben.

Neben exogenen Umweltfaktoren und Nasentropfen können auch chronischer Schnupfen, Operationen, Verletzungen und Bestrahlungen weitere Ursachen für eine trockene Nasenschleimhaut sein [2].

Trockene Nase - Teufelskreislauf Nasenspray

Kann sich die Nasenschleimhaut regenerieren?

Grundsätzlich kann sich die Nasenschleimhaut mit der richtigen Pflege wieder von allein regenerieren. Verbessern sich die Symptome nach ein paar Tagen nicht oder gehen die Beschwerden auf die intensive Nutzung von Nasensprays zurück, empfiehlt es sich einen Arzt aufzusuchen. Eine Zerstörung der Nasenschleimhaut kann durch frühzeitig eingeleitete Maßnahmen verhindert werden.

Wie erkennt der Arzt eine trockene Nasenschleimhaut?

Die Diagnose basiert auf einem Anamnesegespräch. Des Weiteren erfolgt eine

  • Innere und äußere Inspektion der Nase.
  • Endoskopie der Nasenhöhle.

Ebenso in Frage kommen CT, Allergietests und mikrobiologische Abstriche [1].

Was sind die Symptome einer trockenen Nasenschleimhaut?

  • Verkrustete Nasenschleimhaut (aufgrund einer geringen Bildung von Nasensekret)
  • Juckreiz und Brennen in der Nase
  • Gefühl einer verstopften Nase
  • Nasenbluten [3]

Was tun gegen eine zu trockene Nasenschleimhaut?

Die Behandlung einer trockenen Nase besteht in der:

  • Beseitigung der Auslöser.
  • Befeuchtung der Nase.
  • Entfernung lästiger Verkrustungen.

Schädliche Faktoren sollen vermieden werden und die Pflege der Schleimhaut mit geeigneten Spray, Balsamen und Ölen steht im Vordergrund. Bestehende Infektionen werden unter ärztlicher Aufsicht behandelt [1].

Balsam für die trockene Nase

Mit Kochsalzlösungen die Nase reinigen

Ebenso zum Einsatz kommen Kochsalzlösungen – als Tropfen, Lösungen zum Inhalieren oder als Nasenspülung. Diese können einfach selbst hergestellt werden. Dafür wird ein halber Liter Wasser gemeinsam mit einem Teelöffel Salz zum Kochen gebracht. Vor dem Einsatz die Kochsalzlösung abkühlen lassen [3].

Wissenswert: Abschwellende Nasentropfen sind bei einer trockenen Nase zu vermeiden. Sie können die bereits trockene Nasenschleimhaut zusätzlich reizen und die Beschwerden verstärken [3].

Nasensprays auf pflanzlicher Basis

Bei einer trockenen Nase werden Nasensprays oder Nasentropfen mit Ölen aus pflanzlicher Herkunft empfohlen. Diese sorgen für wohltuende und nachhaltige Pflege. Krusten und Borken können sanft aufgelöst werden und die wunden Stellen werden gepflegt [4].

Öle als sanfter Schutz

Im Vergleich zu wässrigen Substanzen legen sich Öle wie ein Schutzfilm auf die trockene Nasenschleimhaut – wunde Stellen können sich so regenerieren [4]. Oliven- oder Hanföl kann dafür einfach in das Innere der Nase gerieben werden.

Natürliche Sprays gegen trockene Nasenschleimhaut

Natürliche Nasensprays für ein erholsames Durchatmen

Möchten auch Sie wieder beschwerdefrei durchatmen können? Nachts einfach einschlafen und morgens mit einer freien Nase aufwachen? Dann lohnt sich der Griff zu pflanzlichen Nasensprays- die im Vergleich zu abschwellenden Nasentropfen ohne schlechtes Gewissen eingesetzt werden können. Dank der besonderen Wirkstoffkombination unterstützen sich die natürlichen Inhaltsstoffe gegenseitig.

Studien zeigen: Nasenspülungen mit Xylitol gut verträglich

Eine randomisierte, kontrollierte Studie an 15 Probanden zeigte, dass Xylitol in Wasser ein gut verträgliches Mittel zur Nasenspülung ist. Im Vergleich zu klassischen Kochsalzlösungen führen Spülungen mit Xylitol kurzfristig zu einer stärkeren Verbesserung der Symptome [5].

In Kombination mit den wohltuenden Eigenschaften von CBD können sowohl aktive wie auch präventive Erfolge erzielt werden. Damit Sie endlich wieder frei durchatmen können.

Endlich frei durchatmen mit pflanzlichen Nasensprays

Eukalyptusöl als erfrischender Schutzfilm

Eukalyptus ist ein altbewährtes Mittel, wenn es um Erkältungsbeschwerden geht. Auch bei einer trockenen Nase finden die Blätter des Baums alternativen Einsatz. Das darin enthaltene ätherische Öl hinterlässt einen angenehmen, wohltuenden Schutzfilm auf der gereizten, trockenen Nasenschleimhaut und pflegt diese nachhaltig. Ein angenehmer, frischer Duft verbleibt in der Nase.

Ein Nasenspray – vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Die Ursachen einer trockenen Nase sind wie bereits erwähnt vielfältig – genauso wie die Einsatzmöglichkeiten natürlicher Nasensprays. Im Vergleich zu herkömmlichen, abschwellenden Nasentropfen können diese nämlich bei unterschiedlichen Thematiken eingesetzt werden – als praktischer Begleiter unterwegs, auf Reisen und sobald sich ein unangenehmes Gefühl in der Nase breit macht.

  • Bei Erkältungsbeschwerden
  • Im Winter bei trockener Raumluft
  • Bei Luftverschmutzung
  • Bei Allergien

7 Tipps gegen eine trockene Nasenschleimhaut

7 Tipps gegen eine trockene Nasenschleimhaut

1. Luftbefeuchter, feuchte Handtücher und Pflanzen gegen trockene Raumluft

Im Winter ist die Raumluft durch häufiges Heizen meist sehr trocken. Luftbefeuchter oder feuchte Handtücher am Heizkörper können helfen, mehr Luftfeuchtigkeit in den Raum zu bringen. Tropische Pflanzen können ebenso dazu beitragen, die Luftfeuchtigkeit zu verbessern.

2. Feuchtigkeitsspendende Nasensprays für eine regelmäßige Befeuchtung der Schleimhaut

Feuchtigkeitsspendende Sprays sorgen dafür, dass die Nasenschleimhaut feucht bleibt und sich regelmäßig regenerieren kann. Unterwegs oder auf Reisen sind Sprays ein praktischer Begleiter, der in jede Tasche passt.

3. Ausreichend Flüssigkeitszufuhr

Regelmäßiges Trinken trägt dazu bei, einen Flüssigkeitsmangel vorzubeugen. Wasser oder Kräutertees sind im Vergleich zu Softdrinks & Co zu bevorzugen.

4. Inhalationen mit Wasserdampf und Nasenspülungen

Der Dampf von Inhalationen befeuchtet die Nasenschleimhaut sanft. Angereichert mit ätherischen Ölen sind die Inhalationen besonders wohltuend. Nasenduschen helfen dabei, Keime auszuspülen und Verkrustungen zu lösen.

5. Bewegung an der frischen Luft

Egal ob Sommer oder Winter – wer viel Zeit in klimatisierten oder stark beheizten Räumen verbringt sollte regelmäßig an die frische Luft – am besten nach Regen und bei Nieselwetter. Ihre Nase wird es Ihnen danken.

6. Irritierte Nasenhaut pflegen

Nicht nur die Nasenschleimhaut – auch die Nase selbst kann unter der trockenen Luft leiden. Gleich wie zu häufiges Naseputzen trägt Kälte dazu bei, dass die Haut rissig wird. Pflegende Balsame tun der gestressten Haut gut. Wenn die trockene Nase innen bereits wund ist kann Hanf- oder Olivenöl auf die betroffenen Stellen gegeben werden. Sie befeuchten und beruhigen die gereizte Nasenschleimhaut.

7. Warme Bäder zur Entspannung

Warme Bäder tragen zur Regeneration bei und wirken sich positiv auf die Luftfeuchtigkeit aus. Sogenannte Entspannungsbäder sind schnell und einfach selbst gemacht – wohltuende ätherische Öle, wie Eukalyptusöl, können beigemengt werden. Ideal nach einem langen Tag, um kalte Glieder aufzuwärmen und der Nase etwas Gutes zu tun.

Fazit

Eine trockene Nasenschleimhaut ist unangenehm und lästig – vergeht in den meisten Fällen jedoch wieder innerhalb weniger Tage. Dennoch ist es wichtig, etwas dagegen zu tun: Denn ist die Nasenschleimhaut trocken oder gerissen können sich Viren und Bakterien leichter ansiedeln. Natürliche Nasensprays tragen zur zusätzlichen Beruhigung und Befeuchtung der Nasenschleimhaut bei. Im Vergleich zu herkömmlichen, abschwellenden Nasensprays reizen diese die Haut nicht zusätzlich und tragen langfristig zur Regeneration bei - ohne Gewöhnungseffekte. Damit Sie wieder unbeschwert durchatmen können.

Quellen

[1] Hildenbrand, T., Weber, R. & Brehmer, D. (2011). Rhinitis sicca, dry nose and atrophic rhinitis: a review of the literature. Eur Arch Otorhinolaryngol. 268(1). (17-26). Download vom 05. Jänner 2021, von [Quelle]

[2] Faber, S., Marzi, C., Meyer, E. (2007). Das TRIAS-Handbuch. Richtig selbst behandeln. Trias: Stuttgart.

[3] Bujard, M. (2018). Trockene Nasenschleimhaut (Rhinitis sicca). Deximend. Hausarztwissen online. Download vom 05. Jänner 2021, von [Quelle]

[4] Müller, M. (2020). Trockene Nase – Ursachen, Symptome & Behandlung. Download vom 05. Jänner 2021, von [Quelle]

[5] Weissman, J., Fernandez, F. & Hwang, P. (2011). Xylitol nasal irrigation in the management of chronic rhinosinusitis: a pilot study. Laryngoscope. 121(11):2468-72. Download vom 05. Jänner 2021, von [Quelle]

Katharina Ortner, BSc, MA

Autor

Katharina Ortner, BSc, MA

Katharina Ortner, BSc, MA hat Gesundheits- und Pflegewissenschaften sowie Gesundheitsmanagement studiert und 2011 ihren Master mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen. Die Gesundheitsförderung und insbesondere alternativen und komplementären Methoden im Healthcarebereich beschäftigen sie sowohl beruflich als auch ...