Der Einsatz von Cannabidiol gegen Übelkeit und Brechreiz zählt zu den häufigsten Anwendungsgebieten der Hanfpflanze. CBD ist in der Lage, mit dem Brechzentrum im Gehirn zu interagieren. Wie CBD und weitere Hausmittel Sie im Notfall schnell unterstützen, erfahren Sie hier.

Übelkeit, ein unangenehmes Gefühl

Wer von Übelkeit betroffen ist, möchte nur eines: sie schnell wieder loswerden. Zum Glück gibt es einige Hausmittel, die das Unwohlsein rasch verschwinden lassen. Die antiemetischen Eigenschaften von CBD machen das Cannabinoid zum perfekten Begleiter bei Übelkeit. Nur wenige natürliche Hilfsmittel zeigen so gute Effekte wie der Inhaltsstoff der Hanfpflanze. Denn das Cannabinoid interagiert mit Bereichen im Gehirn und Nervensystem – also genau dort, wo der Brechreiz ausgelöst wird.

Antiemetisch bezeichnet die Eigenschaft von Inhaltsstoffen, Übelkeit und Brechreiz zu unterdrücken.   

Wie hilft CBD gegen Übelkeit und Erbrechen?

  • CBD interagiert über das Endocannabinoid-System mit Ihrem Körper. Jenes ist Teil des menschlichen Nervensystems. Forschungen zeigen, dass die Einwirkung auf das komplexe System Übelkeit bei Menschen und Tieren regulieren kann, unabhängig von der Ursache [1].
  • CBD scheint indirekt auch auf den 5-HT-Rezeptor einzuwirken – er zählt zur Serotonin-Familie der Neurotransmitter [2]. Bei einer erhöhten Serotoninausschüttung kann es zu Übelkeit und Erbrechen kommen [3].
  • CBD setzt bei Übelkeit ganzheitlich an: Durch die entspannenden und ausgleichenden Eigenschaften trägt das Cannabinoid bei Übelkeit zu einem verbesserten Körpergefühl bei.

Studien weisen zudem darauf hin, dass CBD bei allgemeiner Übelkeit wie auch bei Übelkeit durch therapeutische Behandlungen wirksam sein könnte. Ein vielversprechender Ausblick [2]

CBD gegen Übelkeit und Erbrechen

Leitfaden & Tipps: Wie setze ich CBD und Hanf gegen Übelkeit ein?

Soll ich CBD Öl oder Hanföl gegen Übelkeit nehmen?

Wer von den förderlichen Eigenschaften der Cannabinoide profitieren möchte, sollte zu CBD Öl greifen. Dieses wird aus CBD-haltigen Cannabisblüten gewonnen. Hanföl hingegen wird aus den Hanfsamen hergestellt. Das Speiseöl findet im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung Einsatz.

Welches CBD Öl gegen Übelkeit kaufen?

Bei Übelkeit empfiehlt sich der Einsatz von Vollspektrum CBD Ölen. Sie enthalten das gesamte Pflanzenstoffspektrum der Hanfpflanze. So kann die bestmögliche Unterdrückung der Übelkeit gewährleistet werden. Besonders empfehlenswert ist die Kombination von CBD mit Ingwer. Die in der Knolle enthaltenen Scharfstoffe erweisen sich mit CBD als ideales Duo. Die Einnahme sollten Sie bereits bei den ersten Anzeichen von Übelkeit beginnen.

Oft löst bei Übelkeit bereits der Gedanke an die Einnahme von Mittel Brechreiz aus. Kapseln sind in diesem Fall eine geschmacksneutrale Alternative, die schnell und überall konsumiert werden kann.

CBD und Ingwer gegen Übelkeit

Einnahme und Dosierung bei Übelkeit

Bei der Dosierung ist es ratsam, sich an den auf dem jeweiligen Produkt angegebenen Verzehrempfehlungen zu orientieren. In der Regel werden Dosierungen im Mikro- und Standardbereich empfohlen [1]. Liegen bestimmte Erkrankungen vor oder werden Medikamente eingenommen, sollte die Anwendung von CBD vorab mit dem Arzt oder Apotheker abgesprochen werden.

Video: Anwendung von CBD Öl

Video: Die richtige Einnahme und Lagerung von CBD Ölen

Worauf sollte ich bei der Einnahme achten?

Bei Schwangerschaftsübelkeit ist von der Einnahme von CBD abzuraten. Noch wurde nicht ausreichend erforscht, wie und ob sich CBD auf die Entwicklung des ungeborenen Kindes auswirkt [2]. Allgemein sollte die Ursache der Übelkeit vorab mit dem Arzt abgeklärt werden, insbesondere wenn der Zustand länger anhält.

Kann ich CBD Öl bei Übelkeit mit anderen Kräutern kombinieren?

Bekannt ist CBD auch aufgrund seines Synergismus mit natürlichen Inhaltsstoffen. Es spricht nichts dagegen, CBD Öl bei Übelkeit mit weiteren Hausmitteln zu kombinieren.

CBD Öl auch gegen Reiseübelkeit?

CBD Öl kommt auch bei Reisekrankheiten und deren Vorbeugung in Einsatz. Durch die angst- und stressreduzierenden Eigenschaften [5] unterstützt CBD in diesem Fall besonders gut, auch bei Flugangst. Ebenso bei der Seekrankheit soll CBD für das vegetative Nervensystem mit seinen ausgleichenden Eigenschaften förderlich sein.

CBD bei Übelkeit nach dem Essen

Bei Übelkeit durch Völlegefühl empfiehlt sich der gemeinsame Einsatz von CBD mit Bitterstoffen. Diese gelten wie Hanf als altbewährte Klassiker. Herkömmliche Bittertropfen können die Übelkeit aufgrund des Geschmacks zusätzlich verstärken. Die Einnahme von Bitterkapseln ist deshalb empfehlenswert.

Gibt es Nebenwirkungen bei der Einnahme von CBD?

Grundsätzlich gilt CBD als gut verträgliche und sichere Substanz. Dennoch spricht jeder Mensch unterschiedlich darauf an. So kann es zu Mundtrockenheit, Schläfrigkeit oder einem gezügelten Appetit kommen. Personen mit niedrigem Blutdruck sowie von Grünem Star Betroffenen wird von der Einnahme abgeraten. [6] Nebenwirkungen werden jedoch primär nur bei sehr hohen Dosierungen im Makrobereich (50-800 mg pro Tag) beobachtet.

Vorteile von CBD bei Übelkeit

Zusammengefasst: Benefits von CBD bei Übelkeit

  • Unterstützt natürlich, unabhängig, ob die Ursache der Übelkeit hormonell, toxisch oder durch Bewegung bedingt ist.
  • Ist eine verträgliche Alternative zu herkömmlichen Präparaten.
  • Ermöglicht eine einfache und geschmacksneutrale Einnahme in Kapselform.
  • Kann mit weiteren natürlichen Hilfsmitteln kombiniert und in den Effekten verstärkt werden.
  • Wirkt nicht berauschend.

Was ist Übelkeit?

Ein flaues Gefühl im Magen, Brechreiz, erhöhte Speichelproduktion, jeder von uns hat es schon einmal selbst erlebt. Übelkeit (Nausea) ist ein besonders unangenehmer Zustand, der meist verbunden mit Erbrechen ist. Betroffene verspüren ein unangenehmes Gefühl im Oberbauch, oft in Kombination mit Appetitverlust und Druck aus der hinteren Mundhöhle und Speiseröhre. Ausgelöst wird die Übelkeit im Brechzentrum des Gehirns.

Ursachen von Übelkeit

Übelkeit ist ein häufiges Problem, das täglich Millionen von Menschen plagt. Frauen und Männer jeder Altersgruppe sind betroffen. Die Ursachen von Übelkeit sind vielfältig, so kommen unter anderem

  • der Verzehr verdorbener Nahrungsmittel,
  • die Aufnahme von Schadstoffen,
  • Störungen des Gleichgewichtssinnes,
  • Stress,
  • Ekel,
  • Erkrankungen,
  • Medikamente oder
  • Migräne in Frage.

Weitere effektive Hausmittel gegen Übelkeit

Ingwer, Pfefferminze und Kamille, die Klassiker unter den Hausmitteln

Tees gelten als das Nummer-1 Hausmittel gegen Übelkeit und Erbrechen. Dabei werden vor allem folgenden Pflanzen positive Eigenschaften zugesprochen:

  • Kamille
  • Käsepappel
  • Melisse
  • Ingwer
  • Pfefferminze

Wissenswert: Wenn die Übelkeit mit Erbrechen verbunden ist, sollten Sie besonders auf eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr achten. Wohltuende Kräutertees sind in diesem Fall perfekt für Ihren strapazierten Magen.

Kräutertees gegen Übelkeit

Warme Brühen und bekömmliche Schonkost

Bei länger anhaltender Übelkeit sollten Sie trotzdem darauf achten, etwas in den Magen zu bekommen. Warme Suppenbrühen, Zwieback, helles Brot und gedünstetes Gemüse gelten als beruhigend. Versuchen Sie gegebenenfalls mehrere kleine Portionen, anstelle von großen Mahlzeiten.

Kaugummis sind ein Anti-Übelkeit-Notfalltipp: Sie sorgen für einen guten Geschmack im Mund und regen die Speichelproduktion an. Die dabei freigesetzten Enzyme können eine Übelkeit schneller verschwinden lassen.

Zusätzliche Behandlungsmethoden für Übelkeit

Neben Kräutern und Nahrungsergänzungsmitteln werden zur Behandlung auch spezielle Medikamente eingesetzt. Zuvor sind mit dem Arzt jedoch die genauen Ursachen zu klären, um ein passendes Präparat zu finden. Oft führt auch eine Lebensstilanpassung in Begleitung sanfter Methoden zu einer Verbesserung.

Fazit

In Momenten der Übelkeit müssen Hausmittel schnell her. CBD gilt in diesem Fall als gut verträgliche, effektive Alternative. Da CBD mit dem Nervensystem und damit verbunden dem Brechzentrum interagiert, bietet es ähnliche Vorteile wie herkömmliche Präparate. Jedoch mit einem geringeren Nebenwirkungsprofil. Bei einigen Beschwerden, die mit Übelkeit einhergehen, hat sich das Cannabinoid bereits als ergänzende Therapiemethode etabliert. Je nach Ursachen der Übelkeit sollte die Einnahme vorab mit dem Arzt abgesprochen werden, um mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten zu vermeiden. Allgemein sind naturreine CBD Produkte auf alle Fälle einen Versuch wert.

Studien und Quellen

[1] Leinow, L. & Birnbaum, J. (2019). Heilen mit CBD. Das wissenschaftlich fundierte Handbuch zur wissenschaftlichen Anwendung von Cannabidiol. Riva Verlag: München.

[2] Parker, L., Rock, E. & Limebeer, c. (2011). Regulierung von Übelkeit und Erbrechen durch Cannabinoide. 163(7): 1411-1422. Download vom 31. August 2021, von [Quelle]

[3] Zhong et al. (2021). Mechanisms of Nausea and Vomiting: Current Knowledge and Recent Advances in Intracellular Emetic Signaling Systems. International Journal of Molecular Sciences. Download vom 31. August 2021, von [Quelle]

[4] Takats, J. (2021). Das kleine Buch vom Cannabis. Wilhelm Heyne Verlag: München.

[5] Moltke, J. & Hindocha, C. (2021). Reasons for cannabidiol use: a cross-sectional study of CBD users, focusing on self-perceived stress, anxiety, and sleep problems. J Cannabis Res, 3, n. 1, p. 5. Download vom 01. September 2021, von [Quelle]

[6] Hofmann, S. & Ehrmann, A. (2020). CBD, die wiederentdeckte Naturmedizin. Mankau Verlag: Murnau am Staffeösee.